Was der Begriff Wasserhärte bedeutet 5/5 (1)

Wasserhahn an einer Wand

Bei der Wasserhärte gibt es in Deutschland regionale Unterschiede. Die unterschiedlichen Härtegrade beanspruchen die Geräte im Haushalt also von Ort zu Ort unterschiedlich stark. Deshalb ist die lokale Wasserhärte ggf. auch ein wichtiger Faktor, den man beim Kauf eines Wasserkochers nicht außer acht lassen sollte. Je höher die Härte am Wohnort, desto höher sind folglich auch die Anforderungen an den zukünftigen Kocher – nämlich wie das gut das Gerät mit der Verkalkung zurecht kommen muss. Und was es genau in der Praxis bedeutet, das weiß jede Hausfrau oder jeder Hausmann.

Definition des Begriffs Wasserhärte

Zuerst einmal sollte man aber wissen was die Härte überhaupt bedeutet. Unter der Wasserhärte versteht man laut Definition (siehe Wikipedia) eine spezielle Stoffmengenkonzentration (Fachbegriff ist hier Äquivalentkonzentration) der im Wasser gelösten Ionen der Erdalkalimetalle. Mit einfachen und halbwegs verständlichen Worten gesagt: Die Stoffe bzw. Elemente Calcium und Magnesium, sowie in Spuren enthaltenes Strontium und Barium bilden die sogenannte Wasserhärte. Eine hohe Wasserhärte gibt umgangssprachlich an, wieviel Kalk das Wasser enthält.

Enthält das Wasser also viel Calcium und Magnesium, dann bezeichnet man es im allgemeinen als hartes Wasser. Andersherum wird Wasser mit einem sehr geringen Gehalt an Calcium und Magnesium als weiches Wasser eingestuft. Von Region zu Region variiert die Härte in der Bundesrepublik Deutschland. Im „Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln“ kurz WRMG (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz) sind die Wasserhärtebereiche festgelegt:

Offizielle Tabelle der Härtebereiche laut Gesetz (WRMG)

Bereich Wert °dH
Härtebereich weich weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter < 8,43
Härtebereich mittel 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter 8,43 – 14.0
Härtebereich hart mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter > 14.0

Die Abkürzung °dH steht für Grad deutscher Härte. Die Umrechnung von Grad deutscher Härte ist recht reinfach. 1 °dH entspricht genau 0,1783 mmol/l (Millimol Calciumcarbonat je Liter). Andersherum entsprechen 1,0 mmol/l genau 5,6 °dH.

Früher gab es in Deutschland auch noch den Härtebereich „sehr hart“. Hier stand ein Wert von mehr als 3,8 Millimol Calciumcarbonat je Liter für „sehr hartes Wasser“. Seit dem 01.02.2007 wurde mit der Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) dieser zusätzliche Bereich entfernt. Seiher wird er mit dem Härtebereich „hart“ abgedeckt. Die Härtebereiche wurden am diesem Zeitpunkt an europäische Standards angepasst. Zusätzlich wurde die offizielle Einheit von °dH auf „Millimol Calciumcarbonat je Liter“ abgeändert. In der Praxis ist die Einheit „Grad deutscher Härte“ trotzdem weiterhin sehr geläufig und wird von Fachleuten weiterhin genutzt.

Wasserhärte mit Teststreifen messen

Wenn man sich für die Härte des Wassers am eigenen Wohnort interessiert, dann gibt es hier verschiedene Möglichkeiten die Wasserhärte in seinem Haus oder in der Wohnung zu messen bzw. zu testen. Dafür kann man entweder einfache Teststreifen verwenden. Diese sind sicherlich die günstigste Variante.

Testset nach Titrationprinzip

Weiterhin kann man zur Messung spezielle Testsets mit einer Titrierlösung nutzen. Dabei nimmt man eine sehr kleine Wassermenge(5 ml) zur Probe. Mit der Messflüssigkeit träufelt man solange bis die Farbe der Flüssigkeit umschlägt. 1 Tropfen der Messflüssigkeit entspricht 1 °dH bei einer 5 ml Wasserprobe. Um genau Messwerte zu erzielen sollte man die Anleitung genau lesen.

Nicht zu vergessen sind auch elektronische Messgeräte. Diese  In den meisten Fällen sind es Kombigeräte, die mehrere Sachen im Wasser testen können, beispielsweise den Nitratgehalt oder den Strahlungswert.

Wie ist der Härtegrad bei Euch? Habt Ihr diesen vielleicht schon mal selbst messen können? Wenn Ihr Eure Erfahrungen teilen wollte, dann seid Ihr herzlich eingeladen einen Kommentar zu hinterlassen!

Bildquellen:
Ruth Rudolph / pixelio.de

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